Wenn der Wandbehang hängen soll, trägt eine Bilderleiste ihn sicher

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Das Gewicht spielt eine größere Rolle als oft angenommen. Ein langer Wandbehang aus dicker Baumwollkordel kann mehrere Kilogramm wiegen. Die Bilderleiste und ihre Befestigung müssen dafür ausgelegt sein. Bei sehr schweren Stücken empfiehlt es sich, die Leiste mit zwei oder drei Schrauben pro Meter in der Wand zu verankern. Reicht die Tragkraft nicht aus, biegt sich die Leiste mit der Zeit durch oder löst sich aus der Wand. Wer unsicher ist, testet die Befestigung zunächst ohne Behang, indem er vorsichtig nach unten zieht.

Der letzte Schritt ist die Kontrolle im Alltag. Man geht mit ausgebreiteten Armen durch den Flur, einmal in beide Richtungen, und achtet darauf, wo man automatisch zur Seite tritt. Jede Stelle, an der man ausweicht, ist ein Hinweis auf ein zu tiefes oder zu weit vorstehendes Objekt. Wer diesen Test vor dem endgültigen Bohren macht, spart sich das Ummontieren. Die Höhe im Flur ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Frage des Durchgangs.

Leitungssuchgeräte arbeiten mit elektromagnetischer Ortung für spannungsführende Leitungen und mit kapazitiver oder radarähnlicher Erfassung für Rohre und Hohlräume. Sie sind brauchbar, aber nicht unfehlbar. Metallische Wasserrohre werden zuverlässig erkannt, Kunststoffrohre oft gar nicht. Stromleitungen lassen sich nur orten, wenn Spannung anliegt oder ein Verbraucher eingeschaltet ist. Deshalb vor der Messung die Sicherung eingeschaltet lassen und im Raum einen Verbraucher aktivieren. Das Gerät langsam und in mehreren Richtungen über die Wand führen, nicht in einem einzigen schnellen Zug. Ein einzelner Signalton bedeutet nichts, erst ein wiederkehrendes Muster über mehrere Messbahnen ist ein Hinweis.

Reflexe: was Entspiegelung wirklich leistet Beide Materialien reflektieren Licht, wenn keine Entspiegelung vorhanden ist. Bei Acrylglas ist die Reflexion oft etwas weicher, bei Glas dafür schärfer und störender, wenn direktes Licht oder ein Fenster gegenüberliegt. Entspiegeltes Glas zeigt die klarste Wirkung, ist aber schwerer und teurer. Entspiegeltes Acrylglas ist leichter, verkratzt jedoch schneller. Wenn ein Bild hinter starkem Streiflicht hängt, hilft nur eine entspiegelte Variante – oder ein anderer Hängeplatz. Ein häufiger Fehler ist, eine normale Scheibe zu kaufen und später mit Vorhängen oder Jalousien gegen den Reflex zu arbeiten.

Bei mehrteiligen Bilderreihen zählt die Gesamtbreite aller Teile einschließlich der Zwischenräume. Ein Triptychon mit drei 40 cm breiten Elementen und zwei 5 cm Abständen ergibt 130 cm. Das ist nicht dasselbe wie ein einzelnes 130 cm breites Bild, weil die Zwischenräume die Rückenlehne durchscheinen lassen und die Wirkung luftiger machen. Wer unsicher ist, klebt die geplante Anordnung vor dem Bohren mit Kreppband an die Wand. So lässt sich die Breite im Verhältnis zur Rückenlehne direkt prüfen, ohne Löcher zu hinterlassen.

Am Ende zählt nicht die exakte Zahl, sondern das Gleichgewicht. Ein Bild darf die Rückenlehne leicht überschreiten, wenn es ausreichend Abstand nach oben hält und nicht bis an die Armlehnen reicht. Bleibt die Breite darunter, sollte der Abstand zur Rückenlehne kleiner ausfallen, damit keine leere Fläche entsteht. Wer diese beiden Größen aufeinander abstimmt, bekommt eine Wand, die ruhig wirkt und das Sofa nicht erdrückt.

Damit der Makramee-Wandbehang nicht knittert, sollte er nach dem Aufhängen leicht ausgeschüttelt und die Fransen mit den Fingern sortiert werden. Hängt er frei vor der Leiste, kann Luft zirkulieren und Staub fällt leichter ab. Ein Abstand von einigen Zentimetern zur Wand verhindert außerdem, dass sich Feuchtigkeit staut. Wer die Leiste später umsetzen möchte, entfernt zuerst den Behang, dann die Schrauben. Die Dübellöcher lassen sich mit etwas Spachtelmasse verschließen, bevor neu gestrichen wird.

Bei der Wahl der Verglasung für einen Bilderrahmen entscheidet nicht der Preis, sondern der Standort und der Wert des Bildes. Acrylglas und echtes Glas unterscheiden sich in drei Punkten deutlich: Gewicht, Reflexion und Schutz. Wer diese Unterschiede kennt, trifft eine Entscheidung, die auch nach Jahren noch passt.

Die Leiste richtig anbringen Zuerst wird die Bilderleiste an der gewünschten Höhe an die Wand gehalten und mit einer Wasserwaage ausgerichtet. Bleistiftmarkierungen an den Bohrlöchern helfen, die Dübel exakt zu setzen. Bei Trockenbauwänden gehören geeignete Dübel in die Wand, keinesfalls nur Schrauben in die Gipskartonplatte. Die Schrauben werden fest angezogen, aber nicht so stark, dass die Leiste verformt wird. Sitzt die Leiste, kann der Makramee-Wandbehang eingehängt werden. Wer eine Leiste mit Nut verwendet, schiebt den oberen Holzstab des Behangs direkt in die Nut. Bei einer einfachen Leiste ohne Nut wird der Behang mit den Aufhängeschlaufen über die Leiste gelegt.

Ein häufiger Fehler ist, den Wandbehang mit zusätzlichen Nägeln oder Haken direkt an der Wand zu befestigen. Das führt dazu, dass die Leiste nur Zierde ist und der Behang schief hängt. Besser ist es, die gesamte Last über die Leiste zu tragen. Dafür müssen die Aufhängungen am Makramee gleichmäßig verteilt sein. Liegen alle Schlaufen auf einer Linie, hängt der Behang gerade. Verrutscht er seitlich, kann ein kleiner Streifen doppelseitiges Klebeband auf der Leiste helfen, den Stoff zu fixieren, ohne die Wand zu beschädigen.