Warum müffelt die Waschmaschine trotz Sauberkeit?
Der erste konkrete Schritt ist das vollständige Entleeren. Nicht teilweise, nicht schubladenweise, sondern alles auf einmal. Nur so zeigt sich, was hinten vergessen wurde, was Gefrierbrand hat und was doppelt vorhanden ist. Alle Packungen abwischen, und alles, was über ein Jahr liegt, ohne Beschriftung ist oder undefinierbar aussieht, kommt weg. Das ist kein Verlust, sondern gewonnener Raum. Anschließend den Innenraum trocken auswischen, damit keine Feuchtigkeit als Eisschicht zurückbleibt.
Beim Streichen selbst wird in Bahnen gearbeitet: zuerst die Kanten mit einem Pinsel, dann die Fläche mit der Rolle in gleichmäßigen, überlappenden Zügen. Zwei dünne Schichten decken besser als eine dicke. Zwischen den Schichten muss die Farbe vollständig trocknen – das kann je nach Raumklima mehrere Stunden dauern. Wer zu früh nachstreicht, zieht die untere Schicht wieder an und erzeugt Streifen. Typische Fehler sind zu viel Farbe auf der Rolle, ungleichmäßiger Druck und das Streichen bei direkter Sonneneinstrahlung, wodurch die Farbe zu schnell antrocknet.
Im Flur reicht ein einzelnes Licht nicht aus. Sinnvoll sind zwei bis drei kleine Leuchten, die den Weg zwischen Schlafzimmer, Bad und Küche markieren. Bewährt haben sich Steckdosenleuchten mit Bewegungsmelder, die nur bei Bedarf für etwa 30 Sekunden angehen. Wichtig ist die Montagehöhe: etwa 20 bis 30 Zentimeter über dem Boden, damit das Licht den Boden streift und keine Schatten wirft. Wer die Leuchte auf Augenhöhe anbringt, wird beim Vorbeigehen geblendet und sieht danach noch schlechter.
Elektrische Luftentfeuchter sind wirksam, wenn sie richtig aufgestellt werden. Das Gerät gehört in die Mitte des Raumes, nicht in die Ecke hinter den Schrank. Wichtig ist ein Hygrostat, der die Luftfeuchtigkeit misst und das Gerät bei Erreichen des Zielwerts abschaltet. Ohne diese Steuerung läuft das Gerät stundenlang und trocknet die Raumluft so stark aus, dass Holzmöbel Risse bekommen. Ein typischer Fehler ist der Betrieb im geschlossenen, kleinen Raum ohne Luftwechsel. Die Feuchtigkeit verschwindet dann zwar aus der Luft, sammelt sich aber im Auffangbehälter, der regelmäßig geleert werden muss. Steht das Gerät dauerhaft im Schlafzimmer, sollte die Tür tagsüber offen bleiben.
Wer Spritzer an der Wand oder auf dem Boden bemerkt, sollte sie nicht erst trocknen lassen. Mit einem feuchten Tuch oder Schwamm lassen sich frische Flecken sofort aufnehmen. Bei bereits angetrockneter Farbe hilft ein Kunststoffschaber, aber Vorsicht bei empfindlichen Oberflächen. Tapeten und gestrichene Wände können beschädigt werden, wenn zu stark geschabt wird. Besser ist es, die Stelle mit warmem Wasser und etwas Spülmittel einzuweichen und dann vorsichtig abzuwischen.
Beim Trockner sitzt der kritische Bereich nicht an der Tür, sondern am Flusensieb und im Kondensator- oder Wärmetauscherbereich. Nach jedem Durchgang das Flusensieb herausnehmen und die Faserschicht mit der Hand abziehen, nicht mit Wasser abspülen, solange es sich um einen trockenen Vlies handelt. Alle paar Wochen das Sieb unter warmem Wasser ausspülen und vollständig trocknen lassen, sonst setzt es sich mit einem unsichtbaren Film zu und der Luftstrom bricht ein.
Nach der Reinigung die Dichtung mit einem trockenen Tuch abtupfen und die Tür eine Stunde offen lassen. Erst dann wieder schließen. Ein häufiger Fehler ist, zu viel Wasser in die Falte laufen zu lassen, das dort stehen bleibt und neue Rückstände bildet. Ebenso falsch ist es, die Dichtung mit Gewalt zu dehnen, um an den Schmutz zu kommen. Lieber zweimal vorsichtig umklappen als einmal reißen. Wenn die Dichtung rissig ist, verformt oder nicht mehr schließt, hilft Putzen nicht mehr, dann muss sie ersetzt werden.
Bei der Waschmaschine zuerst den Stecker ziehen und das Wasser am Boden der Trommel mit einem Schwamm aufnehmen. Die Türdichtung vorsichtig nach außen umklappen, ohne sie zu dehnen. In der Falte sitzen meist Haare, Münzen und ein schleimiger Belag. Diesen mit einem Tuch und warmem Wasser entfernen. Bei hartnäckigem Schimmel hilft eine Paste aus Natron und wenig Wasser, die zehn Minuten einwirken darf. Danach mit klarem Wasser nachwischen und die Falte trocken tupfen.
Die Dichtung an der Tür einer Waschmaschine und der Filterbereich eines Trockners sammeln Fasern, Kalk und organische Rückstände. Diese Mischung wird mit der Zeit hart, riecht modrig und kann Undichtigkeiten begünstigen. Die Reinigung ist kein Hexenwerk, erfordert aber einen festen Ablauf und den richtigen Umgang mit den Materialien.
Was gehört nicht in die Dichtung Aggressive Chlorreiniger oder Essigessenz greifen Gummi an und lassen ihn spröde werden. Scheuermilch und harte Bürsten hinterlassen Kratzer, in denen sich Bakterien neu ansiedeln. Auch ein Schuss Weichspüler direkt auf die Dichtung ist kontraproduktiv, weil er einen Film bildet. Wer die Dichtung nach jeder Wäsche kurz trocken wischt und die Tür offen stehen lässt, verhindert die meisten Probleme von vornherein.