Warum blutet der Rebstock im Frühjahr und wann ist das harmlos?
Der richtige Zeitpunkt liegt kurz vor dem Austrieb. Je nach Region und Witterung ist das Ende Februar bis Anfang April. Ein verlässliches Signal: Die ersten neuen grünen Spitzen sind am Boden sichtbar, aber noch nicht länger als eine Handbreit. Später schneiden ist möglich, dann werden die jungen Triebe jedoch leicht mit abgeschnitten oder geknickt. Zu früh schneiden, etwa im Januar, beraubt die Pflanze erneut des Schutzes, falls noch strenge Fröste folgen.
Was nach dem Schnitt wirklich zäh
Nach dem Schnitt braucht der Rhododendron keine spezielle Wundbehandlung. Wichtiger ist eine gleichmäßige Wasserversorgung im Sommer und eine Mulchschicht aus Laub oder Rinde, die den Boden feucht und kühl hält. Gedüngt wird erst wieder im Frühjahr mit einem Rhododendron-Dünger, nicht direkt nach dem Schnitt. So treibt der Strauch kräftig durch und setzt für das folgende Jahr neue Blütenknospen an.
Ein häufiger Fehler ist der radikale Kurzhaarschnitt bis auf den Boden. Einige Gräser, besonders immergrüne Arten wie Carex oder Festuca, treiben aus tief sitzenden Knospen nur schlecht wieder aus, wenn alles Laub entfernt wird. Bei diesen Arten schneiden Sie nur die abgestorbenen Spitzen und kämmen mit den Fingern durch. Ein zweiter Fehler: der Schnitt in den ersten warmen Tagen, gefolgt von einem Kälterückfall. Dann erfriert der frische Austrieb. Warten Sie lieber, bis die Wetterlage stabil ist.
Wenn im zeitigen Frühjahr aus Schnittwunden am Rebstock klare Flüssigkeit tropft, spricht man vom Bluten der Rebe. Dieser Vorgang setzt meist kurz nach dem Rebschnitt ein, sobald der Boden sich auf etwa acht bis zehn Grad erwärmt hat. Der Wurzeldruck steigt, weil die Pflanze wieder Wasser aufnimmt, und presst die Flüssigkeit durch die offenen Leitungsbahnen nach außen. Sichtbar wird das als Tropfen an den Schnittflächen, an denen zuvor Ruten oder altes Holz entfernt wurden.
Ein Rhododendron, der über Jahre ungeschnitten wächst, verliert irgendwann seine Form und blüht nur noch an den äußersten Triebspitzen. Wer ihn kompakt und gleichzeitig blühfreudig halten will, muss den richtigen Zeitpunkt und die richtige Schnitttechnik treffen. Der beste Termin liegt direkt nach der Blüte, also je nach Sorte zwischen Ende Mai und Mitte Juni. Ein Schnitt im Herbst oder Winter entfernt bereits angelegte Blütenknospen für das nächste Jahr und kostet die Pflanze die gesamte Blüte der kommenden Saison.
Das austretende Sekret ist kein reines Wasser. Es enthält Zucker, Mineralstoffe und Wuchsstoffe, die die Rebe mobilisiert. Für den Menschen ist es ungiftig, es klebt lediglich und kann auf Blättern oder Rankgerüsten unschöne Flecken hinterlassen. Wichtig ist: Das Bluten ist eine natürliche Reaktion und kein Zeichen von Krankheit. Es zeigt lediglich, dass der Rebstock lebt und seine Wurzeln aktiv Wasser aufnehmen.
Die richtige Schnittführung entscheidet über den Erfo
Die praktische Ausführung: Zuerst die alten Halme mit einer Hand oder einem Rechen zusammenraffen, am besten mit einem Gummiband oder einer Schnur bündeln. Dann das Bündel etwa eine Handbreit über dem Boden mit einer scharfen Heckenschere oder einer Astschere abschneiden. Bei sehr großen Horsten empfiehlt sich ein elektrischer Heckenschneider mit langem Schwert, weil trockene Halme zäh sind. Das Bündel anschließend herausziehen, Raumteiler ohne Sichtschutz zu drehen, sonst reißen Sie die jungen Triebe aus dem Boden. Als Abschluss den Horst vorsichtig auflockern und abgestorbene Halme von Hand entfernen.
Wer diese Regeln beherzigt, hält seinen Rhododendron über viele Jahre kompakt, gesund und blühfreudig. Der entscheidende Punkt bleibt der Zeitpunkt direkt nach der Blüte und der maßvolle, gezielte Schnitt einzelner Triebe statt eines flächigen Rückschnitts.
Ein häufiger Fehler ist der Schnitt mit der Heckenschere über die gesamte Kugel. Dabei werden zahlreiche Knospen zerstört und die Pflanze reagiert mit vielen kurzen, dünnen Trieben, die kaum Blüten tragen. Besser ist der gezielte Schnitt einzelner Triebe mit der Handschere. Wer den Rhododendron nur leicht auslichten und in Form halten will, sollte nicht mehr als ein Drittel der Trieblänge entfernen. Bei stark überalterten Sträuchern ist ein Verjüngungsschnitt möglich, aber dann verteilt über zwei bis drei Jahre, damit die Pflanze nicht vollständig in die Blühpause fällt.
Eine praktikable Kontrolle geht so: Nach dem Schnitt wird die Zahl der Augen pro Rebe stichprobenartig an mehreren Stöcken nachgezählt. Weicht der Durchschnitt stark vom Zielwert ab, wird nachkorrigiert, bevor die Reben austreiben. Wer sich unsicher ist, schneidet zunächst etwas konservativer und lässt lieber ein bis zwei Augen mehr stehen. Ein späteres Ausdünnen der Trauben ist immer noch möglich, fehlende Augen lassen sich dagegen nicht nachholen.
Bei jungen Reben im ersten oder zweiten Standjahr kann das Bluten deutlicher ausfallen, If you have any questions concerning where and Wohnkomfort Verbessern the best ways to make use of die Quelle, you can call us at the website. weil das Verhältnis von Wurzelmasse zu oberirdischen Teilen noch ungünstig ist. Hier lohnt es sich, den Schnitt auf mehrere Termine zu verteilen und nicht alle Ruten an einem Tag zu entfernen. So bleibt der Wurzeldruck geringer und die Pflanze kann sich besser regulieren.