Himbeerschnitt, der die Ernte kostet: einjährige Ruten verwechselt

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Ein häufiger Fehler ist der Schnitt in bereits ausgetriebene Knospen. Wenn die Rebe im Frühling schon grüne Triebe zeigt, verliert sie durch jeden Schnitt wertvolle Energie. Ein weiterer Fehler: zu viele Augen stehen lassen, weil man Angst vor einem kahlen Stock hat. Eine Rebe ist robust und treibt aus alten Holz zuverlässig neu aus. Auch das Schneiden mit stumpfem Werkzeug schadet, denn gequetschte Schnittstellen faulen leicht. Eine scharfe Schere und ein sauberer, schräger Schnitt knapp über dem Auge sind wichtiger als der perfekte Winkel.

Beim Schneiden gilt: Ruten immer knapp über dem Boden entfernen, ohne den Wurzelstock zu verletzen. Kranke, abgestorbene oder zu dünne Ruten kommen zuerst weg. Pro Laufmeter sollten etwa acht bis zehn kräftige Ruten stehen bleiben, der Rest wird ausgedünnt. Zu dichte Bestände begünstigen Pilzkrankheiten und mindern die Fruchtgröße.

Beim Kirschlorbeer kommt es auf den Winkel und die Klingenführung an. Eine Bypass-Handschere arbeitet wie eine normale Schere: zwei Klingen gleiten aneinander vorbei und schneiden das Blatt durch. Ein Messer drückt das Blatt gegen eine Unterlage, ähnlich wie ein stumpfer Keil. Das hinterlässt eine offene, ausgefranste Wunde. Wer mit der Handschere arbeitet, setzt den Schnitt knapp über einem Blattpaar oder einer Knospe an. So bleibt kein langer Stummel stehen, der später verholzt und unschön austreibt.

Nach dem Schnitt sollte man die Schnittstellen nicht mit Wachs oder Farbe verschmieren. Die Rebe verschließt ihre Wunden selbst. Wichtig ist stattdessen, dass die Pflanze genug Luft und Licht bekommt. Ein zu dichtes Spalier begünstigt Pilzkrankheiten wie Mehltau. Wer den Stock jedes Jahr aufs Neue auf wenige Augen zurückschneidet, hält ihn dauerhaft vital und erntet gleichmäßig große Trauben. Der erste Schnitt wirkt radikal, doch die Rebe dankt es mit einer deutlich besseren Ernte.

Entscheidend bleibt die Sortenkennntnis. Ohne zu wissen, ob die Pflanze einmal oder zweimal trägt, ist jeder Schnitt ein Ratespiel. Wer die Ruten über ein Jahr markiert oder sich die Tragweise notiert, schneidet ab dem zweiten Standjahr sicher und erntet zuverlässig.

Wer Wasserschosse vollständig entfernen will, sollte sie nicht bündig am Stamm abschneiden. Ein kurzer Zapfen von einigen Zentimetern bleibt stehen, aus dem später keine neuen Triebe kommen. Ein zu tiefer Schnitt hinterlässt große Wunden, die schlecht verheilen. Typischer Fehler: Alle Wasserschosse in einem Jahr entfernen. Das führt im nächsten Jahr zu noch mehr Austrieb. Besser ist es, über zwei bis drei Jahre verteilt vorzugehen und den Baum langsam zu beruhigen.

Die Ursache liegt fast immer im Gleichgewicht zwischen Wurzel und Krone. Wird zu viel Holz entfernt, treibt der Baum mit aller Kraft neues Holz. Auch eine zu hohe Stickstoffversorgung, etwa durch frischen Kompost oder Rasenschnitt unter der Krone, fördert diese Triebe. Ein weiterer Auslöser ist ein zu starker Schnitt im Winter. Wer viel wegschneidet, bekommt im Sommer viele Wasserschosse zurück. Der Baum versucht, verlorene Blattmasse zu ersetzen.

Der Fallkerb sitzt vor dem eigentlichen Trennschnitt Der zweite Schnitt erfolgt von oben, wenige Zentimeter weiter außen als der untere Kerb. Man sägt parallel zur Astachse, bis das Blatt auf den Kerb trifft. Jetzt bricht der Ast genau an dieser Stelle nach unten weg, kontrolliert und ohne lange Fasern mitzureißen. Wichtig ist, den oberen Schnitt nicht zu nah am Stamm zu setzen, sonst wandert der Bruch doch in den Stammbereich. Ein Abstand von rund zehn Zentimetern zum Stamm hat sich bewährt.
Zuerst wird die Säge angesetzt, um den Ast zu entlasten. Etwa eine Handbreit vom Stamm entfernt, sägt man von unten einen Kerb in das Holz. Dieser Schnitt geht nur bis etwa ein Drittel des Astdurchmessers und wird zügig ausgeführt, damit die Säge nicht klemmt. Der Kerb wirkt wie eine Sollbruchstelle und verhindert später, dass die Rinde beim Fallen des Astes über die geplante Schnittstelle hinaus einreißt.

Was im Sommer und im Winter mit ihnen geschieht Im Sommer bleiben Wasserschosse zunächst stehen. Sie bringen Blattmasse und können den Stamm vor Sonnenbrand schützen. Schneidet man sie im Juni oder Juli komplett heraus, treibt der Baum oft noch stärker nach. Besser ist es, sie im Sommer auf wenige Augen einzukürzen oder flach abzubrechen, solange sie noch weich sind. Im Winter werden sie dann ganz entfernt, weil die Wunden jetzt kleiner sind und der Baum weniger stark reagiert.

If you liked this article and you would like to receive additional info about Http://Neubert-Grosse.de kindly stop by the website. Nach dem Abtragen bleibt eine möglichst glatte Wunde am Stamm. Ein nachträgliches glattes Nachschneiden mit einer scharfen Säge ist sinnvoll, wenn die Bruchstelle ausgefranst ist. Wundverschlussmittel sind nicht zwingend nötig, sie können die natürliche Düfte Abschottung sogar behindern. Entscheidend ist, dass der Astkragen unverletzt bleibt und die drei Schnitte in der richtigen Reihenfolge sitzen.
Himbeeren tragen je nach Sorte an einjährigen oder an zweijährigen Ruten. Wer das verwechselt, schneidet im Frühjahr genau die Triebe weg, die im Sommer Früchte tragen sollten, und wundert sich über magere Ernten. Der Unterschied ist nicht kosmetisch, sondern entscheidet über den gesamten Ertrag.