5 Fehler beim Schärfen der Gartenschere, die Pflanzen schaden

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So wird geschnitten, Raumteiler ohne Sichtschutz das Herz zu verletzen Zuerst die Halme mit einer Hand zusammenraffen, am besten mit einem breiten Gummiband. Dann mit einer scharfen Schere oder einer Heckenschere etwa eine Handbreit über dem Boden schneiden. Bei horstbildenden Gräsern wie Federgras oder Reitgras reicht ein Schnitt. Bei Ausläufern wie dem Schilfrohr wird nicht alles entfernt: Ein bis zwei kräftige Triebe pro Horst bleiben stehen, sie ernähren die Pflanze weiter und verhindern, dass die Basis fault.

Ein zuverlässiges Zeichen ist die Stellung der jungen Blätter am Trieb. Hängen sie noch schlaff herab und wirken hell und weich, ist der Austrieb im Gang. Stehen sie fest, dunkel und waagerecht, hat sich der Trieb stabilisiert. Der günstigste Schnittzeitpunkt liegt kurz vor diesem Umschwung: Die Knospe ist geöffnet, das Blatt aber noch nicht voll ausgefärbt. Wer in dieser Phase schneidet, trennt Gewebe, das noch nicht in den vollen Stoffwechsel eingebunden ist, und die Pflanze reagiert mit einem kräftigen, gerichteten Neuaustrieb.

Bei starkwüchsigen Sorten reicht es, das Kroneninnere auszulichten und die Spitzen der Leitäste leicht einzukürzen. Bei schwachwüchsigen Sorten sollten Sie dagegen fast nur auslichten und kaum einkürzen. Ein zu starker Rückschnitt nach der Ernte treibt die Kirschen zu neuem Wachstum an, das vor dem Winter nicht mehr ausreift. Die Folge sind Frostschäden an den Triebspitzen und im nächsten Jahr weniger Blüten. Als Faustregel gilt: Nehmen Sie nie mehr als ein Viertel der Blattmasse weg.

Beim Schneiden setzt man die Säge knapp über einem nach außen zeigenden Auge an, ohne den Astring zu beschädigen. Dickere Äste werden zuerst unterseitig angesägt, dann von oben durchtrennt, damit die Rinde nicht einreißt. Zum Schluss glättet man die Wunde mit einem scharfen Messer und lässt sie Raumteiler ohne Sichtschutz Wundverschluss abheilen. Werkzeuge vorher desinfizieren, besonders wenn Krankheiten im Spiel sind. Ein sauberer Schnitt ist wichtiger als ein großer Schnitt.

Bevor geschärft wird, muss die Schere zerlegt werden. Bei den meisten Modellen lässt sich die Klinge mit einem passenden Schraubendreher oder Inbusschlüssel lösen. Merken oder fotografieren, in welcher Reihenfolge Scheibe, Feder und Mutter sitzen. Die Einzelteile mit einer Bürste von Pflanzensaft, Harz und Erdresten befreien, anschließend mit einem trockenen Tuch abwischen. Keine scharfen Reiniger verwenden, sie greifen die Oberfläche an. Rost mit feinem Schleifpapier oder Stahlwolle entfernen, aber nur punktuell, nicht flächig abschmirgeln.

Typische Fehler sind ein falscher Schleifwinkel, zu viel Druck auf die Feile und das Schärfen nur einer Seite. Ebenso problematisch ist es, die Schere nach dem Schärfen nicht zu ölen. Ein Tropfen harzfreies Öl an Schraube und Gelenk gehört nach jeder Reinigung dazu. Wer die Schere im Winter lagert, sollte sie nicht zusammengeklappt lassen, sondern leicht geöffnet an einem trockenen Ort aufhängen. So bleibt die Feder entlastet und die Klingen rosten nicht fest.

Ziergräser schneiden viele Gärtner zu früh. Wer im Herbst zur Schere greift, nimmt den Pflanzen den natürlichen Winterschutz. Die Halme sind kein Abfall, sondern ein Dach über dem Herz der Pflanze. Sie leiten Wasser ab, halten Laub zusammen und fangen Frost ab. Wer sie stehen lässt, schützt die Vegetationspunkte, aus denen im Frühjahr neue Triebe kommen.

Vor dem Schnitt die Horste auf Schädlinge prüfen. Überwinternde Larven sitzen oft tief in den Halmen. Wer morsch oder von Pilz befallen ist, schneidet bis in den gesunden Teil zurück. Verfaulte Herzbereiche erkennt man daran, dass die Basis weich ist und unangenehm riecht. Solche Stellen mit einem scharfen Messer bis zum weißen, festen Gewebe ausschneiden. Danach die Horste leicht auseinanderziehen, damit Luft an die Basis kommt.

Der richtige Zeitpunkt liegt kurz vor dem Austrieb. Je nach Region und Witterung ist das von Mitte Februar bis Anfang April. Ein sicheres Zeichen: Die Basis fühlt sich fest an, und an den alten Halmen zieht kein Saft mehr. Wer schneidet, solange Nachtfröste unter minus fünf Grad zu erwarten sind, riskiert erfrorene Herzen. Zu spät schneiden ist ebenfalls ein Fehler: Dann sind die jungen Triebe schon da und werden mit den alten Halmen abgeschnitten.

Eine stumpfe Gartenschere hinterlässt keine sauberen Schnitte, sondern Quetschwunden. Diese heilen schlechter, bieten Pilzen und Bakterien eine Eintrittspforte und kosten die Pflanze mehr Kraft als nötig. Wer regelmäßig schneidet, sollte deshalb nicht nur auf die Klinge achten, sondern auch auf die Mechanik. Schärfen und Einstellen gehören zusammen – ein einziges Nachjustieren der Schraube reicht oft schon, um das Schnittbild deutlich zu verbessern.
Nach dem letzten Schnitt bleibt eine saubere, ovale Wunde. Sie sollte nicht mit Lack oder Paste verschmiert werden, denn darunter staut sich Feuchtigkeit. Der Baum bildet selbst einen Wulst, der die Wunde überwällt. Nur bei starkem Befall oder sehr großen Flächen kann ein fachgerechter Schnitt nachgearbeitet werden. Entscheidend bleibt: drei Schnitte, erst unten, dann oben, dann am Stamm. Wer diese Reihenfolge einhält, schützt die Rinde und damit die Lebensadern des Baumes.

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