Der Nagel, der im Altbauputz sofort ausreißt
Als Leim eignet sich wasserfester Weißleim auf D3-Basis für Innenrahmen. Bei Außen- oder Feuchtrahmen ist ein wetterfester Kleber nötig. Kein Montagekleber, kein Sekundenkleber, kein Heißkleber – diese halten an Holzstößen mit Zugspannung nicht dauerhaft. Leim dünn auf beide Flächen auftragen, nicht nur auf eine. Überschuss sofort mit einem feuchten Tuch abwischen, solange er noch weich ist. Nach dem Abbinden lässt sich getrockneter Leim nur mühsam entfernen und verhindert das saubere Anliegen der Gehrung.
Ein letzter Rat betrifft die Reihenfolge. Immer erst den Behang hängen, dann die Länge prüfen, dann kürzen. Wer auf dem Tisch kürzt, verschätzt sich fast immer, weil das Eigengewicht die Schnüre dehnt. Nach dem Kürzen hängt das Stück tiefer als gedacht. Also lieber einen Zentimeter länger lassen und später nacharbeiten, als einmal zu viel abzuschneiden. Ein Makramee verzeiht viel, aber keinen zweiten Schnitt an derselben Stelle.
Stehend lagern: Warum die senkrechte Position entscheidend ist Bilder horizontal zu stapeln ist der häufigste Fehler. Der Druck von oben verformt Leinwände und Papiere, Rahmen können brechen. Stehende Lagerung verhindert das. Ideal ist eine leichte Neigung von etwa 80 bis 85 Grad, damit nichts umkippt. Größere Formate gehören nach hinten, kleinere nach vorne. Achten Sie darauf, dass alle Bilder gleichmäßig aufliegen – keines darf auf einem anderen lasten. Für sehr große oder schwere Stücke empfiehlt sich ein fester Rahmen oder eine Wandhalterung, die den Druck gleichmäßig verteilt.
Zunächst muss die Konstruktion verstanden werden. Ein Makramee hält nicht durch die Schnur allein, sondern durch die Reibung der Knoten. Schneider man eine tragende Schnur durch, verliert der gesamte Strang seine Spannung und die Knoten darüber lockern sich. Deshalb gilt: Nie blind die äußeren Fäden kürzen, nur weil sie am längsten hängen. Diese Randfäden sind oft die Arbeitsfäden, die weiter oben die Knoten formen. Wer sie durchtrennt, öffnet das Geflecht von unten nach oben.
Erst messen, dann entscheiden: Abschneiden oder umknoten Bevor die Schere angesetzt wird, hängt das Stück an seinem endgültigen Platz. Mit einem Maßband wird die gewünschte Unterkante markiert, nicht die Länge der einzelnen Fäden. Ein häufiger Fehler ist, alle Fäden auf dieselbe Länge zu schneiden: Ein Wandbehang, der unten gerade abschließt, wirkt starr und verliert seinen Charakter. Besser ist es, die natürliche Staffelung zu erhalten und nur die Spitzen zu kürzen, die tatsächlich stören.
Kontrollieren Sie die Lagerung alle paar Monate. Prüfen Sie, ob sich Wellen gebildet haben, ob die Zwischenlagen verrutscht sind oder ob sich Schimmelgeruch entwickelt. Bei ersten Anzeichen sofort umlagern und trocknen lassen – aber nicht in der prallen Sonne. Ein trockener, schattiger Platz mit guter Luftzirkulation ist besser. Wer diese einfachen Regeln befolgt, wird lange Freude an seinen Bildern haben, ohne teure Restaurierungen zu benötigen.
Wer nicht schneiden will, kann umknoten. Dazu werden die unteren Enden zu einem neuen Abschluss verknotet, etwa mit einem einfachen Überhandknoten oder einem Wickelknoten. Das verkürzt den Behang ebenfalls, lässt sich aber später wieder lösen. Diese Methode eignet sich besonders für Stücke mit dicken, glatten Schnüren, bei denen ein Schnitt schnell ausfransen würde. Bei stark gedrehter Baumwollschnur oder Jute franst die Schnittkante dagegen fast immer aus, wenn sie nicht sofort versiegelt wird.
Ein Makramee-Wandbehang hängt selten auf Anhieb auf der richtigen Höhe. Mal ist er zu lang für die Wand über der Kommode, mal stößt er an die Heizung, mal soll er zwischen zwei Regalen genau eine Lücke füllen. Kürzen ist dann die naheliegende Lösung, aber ein falscher Schnitt zerstört mit einem Mal Stunden Arbeit. Der entscheidende Punkt: Nicht jeder Behang lässt sich gleich behandeln. Wer weiß, wie die Knoten aufgebaut sind, kann vorher einschätzen, ob ein Schnitt überhaupt infrage kommt.
Wenn tatsächlich geschnitten wird, dann immer fadenweise und mit einer scharfen Schere. Stumpfe Klingen quetschen die Fasern, statt sie zu trennen, und das Ausfransen beginnt schon beim Schnitt. Nach dem Kürzen wird jede Kante gesichert: mit einem Tropfen textilen Klebers, einem kurzen Stück Schmelzkleber oder einem engen Wickelknoten direkt über der Schnittstelle. Wer diesen Schritt überspringt, findet nach einigen Wochen einen Kranz loser Fasern unter dem Behang.
Schuhe und Bänke gehören nicht in die Laufspur. Eine Sitzbank im Flur ist praktisch, aber sie muss an der Wand stehen und darf höchstens vierzig Zentimeter tief sein. Alles, was weiter in den Raum ragt, zwingt zum Ausweichen. Typischer Fehler: Die Bank wird gegenüber der Garderobe platziert, sodass zwischen beiden nur ein schmaler Rest bleibt. Besser ist die Positionierung auf derselben Seite wie die Haken, versetzt darunter.
Der häufigste Fehler ist, den Nagel direkt durch die oberste, oft nur wenige Millimeter dicke Schicht zu treiben. Diese Schicht ist spröde und trägt nichts. Besser ist es, zuerst mit einem dünnen Bohrer oder einer Ahle die harte Kruste zu durchstoßen, bis der Widerstand nachlässt. Erst dann setzt man den Nagel an. Wer ohne Vorbohren arbeitet, produziert fast immer sternförmige Risse im Putz, die später herausplatzen.